Erdbeeren - die besonderen Nüsse
Frische Erdbeeren mit Sahne, Erdbeer-Cremes, selbst gemachte Erdbeermarmelade - wem läuft da nicht das Wasser im Mund zusammen?
Jetzt beginnt die hiesige Erdbeersaison und ab der zweiten Juniwoche bis Ende August werden hierzulande Erdbeeren aus dem Freilandanbau geerntet. Unsere sonnengereiften Früchte schmecken meistens besser als die zuvor angebotene Ware aus dem Unterfolien- oder Unterglasanbau. Sie enthalten oft auch weniger Pflanzenschutzmittelrückstände als importierte Beeren.
Unbehandelte Früchte bekommt man beim Biobauern, der gänzlich auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln verzichtet. Gespannt können wir sein, inwiefern dieses Jahr auch Früchte mit dem neuen Bio-Logo in unsere Supermärkten zu finden sein werden.
Erdbeeren schmecken köstlich und sind gesund. Ein Schälchen mit 250 Gramm enthält gerade einmal 100 Kalorien und viele Vitamine und Mineralstoffe. Die Früchte liefern viel Vitamin C und Folsäure, die wichtig für das Zellwachstum ist. Keine andere einheimische Frucht enthält so viel Mangan, das unter anderem an der Knochen- und Blutbildung beteiligt ist und die Bildung der Schilddrüsenhormone anregt.
Die enthaltenen sekundären Pflanzeninhaltsstoffe wie z. B. Phenolsäure sind für ihre krebsvorbeugende Wirkung bekannt und hemmen u. a. das Wachstum von Tumorzellen.
Erdbeeren sind sehr empfindlich und sollten deshalb schonend behandelt und möglichst frisch verzehrt oder weiterverarbeitet werden. Am besten pflückt man seine Früchte auf einem nahe gelegenen Feld selbst. Das ist nicht nur preiswerter im Vergleich zu Marktware, sondern macht auch Spaß, und man kann gleich vor Ort probieren. Wer dazu nicht die Möglichkeit hat, sollte zumindest Beeren aus der näheren Umgebung kaufen.
Da Erdbeeren nicht nachreifen, sollte man beim Einkauf auf möglichst vollreife Früchte achten, die einheitlich rot sind und noch ihren vollen Glanz haben. Überreife Beeren sind tief dunkelrot und erscheinen matt. Ein kurzer, grüner frischer Stiel und grüne Kelchblätter sind ebenfalls Zeichen für Frische.
Selbstverständlich sollte man faulige, ausgetrocknete oder beschädigte Früchte liegen lassen. Zum Transport verwendt man möglichst atmungsaktive Verpackungen und ganz wichtig: Keine Einkäufe auf die Beeren legen, damit diese nicht zerquetscht werden. Zu Hause wäscht man die Früchte nur kurz und entfernt Stiel und Kelchblätter erst unmittelbar vor dem Verzehr. Die Früchte darf man keinesfalls lange im Wasser liegen lassen, da sie sonst aufquellen und Frische und Aroma verlieren. Ungewaschen können Erdbeeren ein bis zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Zur längerfristigen Lagerung können Erdbeeren auch eingefroren werden - am besten püriert mit etwas Zuckerzusatz zur besseren Geschmackserhaltung.
Ganze Früchte werden nach dem Auftauen meist matschig, selbst wenn sie einzeln auf einem Tablett vorgefroren und dann erst verpackt wurden. Tiefgekühlte Erdbeeren bzw. -püree können 10 bis 12 Monate gelagert werden.
Günstige Verbraucherpreise zeichnen sich ab
Abgesehen vom Wetter haben auch die Landwirte für ein reichliches Erdbeerangebot gesorgt: Sie haben in diesem Jahr die Anbauflächen für Erdbeeren kräftig ausgeweitet und erwarten bessere Erträge als im mageren Vorjahr; die bisherige Rekordernte vom Jahr 2001 mit 110.000 Tonnen dürfte in diesem Jahr überschritten werden.
Mit hohen Preisen wie im Vorjahr ist also nicht zu rechnen. Im Juni 2003 hatte ein Kilogramm deutsche Erdbeeren durchschnittlich 3,78 Euro gekostet, beinahe 40 Prozent mehr als in 2002, einem Jahr mit normaler Erntemenge.
[Quelle: Dieser Beitrag basiert u.a. auf Meldungen von www.kochmesser.de]