
Viele fertige Apfelschorlen werden mit Aromen aufgepeppt und enthalten Konservierungsmittel. Zu diesem wenig überraschenden Ergebnis ist nun auch das Frankfurter Verbrauchermagazins ÖKO-TEST gekommen. Ein Blick auf die Inhaltsstoffliste der Discounterware genügt, dass sich jeder von euch davon überzeugen kann. Insgesamt wurden 24 verschiedene Fertigschorlen geprüft. Die vollständigen Testergebnisse sind in der aktuellen Juli-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins veröffentlicht.
Nur fünf Marken schnitten mit "sehr gut" ab. Dagegen wurden 14 Apfelschorlen abgewertet, weil sie Rückstände einer Chemikalie enthielten, die zur Entkeimung verwendet wird. Dabei ist es technisch durchaus möglich, ein hygienisch einwandfreies Getränk ohne Konservierung herzustellen.
Weiterer Kritikpunkt der ÖKO-TEST-Untersuchung: Einige Produzenten peppen die Schorlen mit synthetisch hergestellten Aromastoffen auf, die billiger sind als Aromen aus echten Äpfeln.
Doch um das rauszukriegen braucht man eigentlich nur mal einen Blick auf die Verpackung werfen. Auch der Geschmackssinn meldet einem oft "Apfelalarm". Was
sooo intensiv nach Apfel riecht und schmeckt, dass es einem damit gleich den Gaumen und die Nase belegt, das kann nicht echt sein. Ein Blick auf die Zutatenliste lohnt: Steht dort "Aroma" dann sollte man besser die Finger davon lassen, denn dann handelt es sich um ein "aufgepepptes" Getränk.
Aber wozu überhaupt Apfelschorle kaufen? Apfelsaft - möglichst von regionalen Keltereien - steht in außergewöhnlich guter Qualität fast überall in Deutschland zur Verfügung. Mineralwasser nach Geschmack dazu - und fertig ist die perfekte Apfelschorle! Und neben dem Genuss bleibt einem auch noch das gute Gefühl, etwas Gutes für die Erhaltung des Streuobstwiesenbestandes und damit eines erhaltenswerten Naturraumes getan zu haben.