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Aphorismen

Denke immer daran, daß das Essen, so schmackhaft es auch zubereitet sein mag, nur dann schmeckt, wenn wir Appetit haben.

-- Sokrates

aktuelle Shoppingtipps Guter Wein kostet gutes Geld. Bei aller Liebe zur günstigen Gelegenheit, an dieser Tatsache führt nichts vorbei. Schließlich ist viel Arbeit nötig, bis ein guter Tropfen von uns genossen werden kann. Doch das Schnäppchenjagen ist bekanntlich der Deutschen liebstes Hobby und so wundert es nicht, dass auch Weinanbieter und besonders die Weinhändler im Internet eine große Anzahl günstiger Schnäppchen anbieten.

Doch was ist dran an den "günstigen Gelegenheiten"? Handelt es sich nur um Weine einfacher Qualitäten mit fantasievoller Bezeichnung? Oder kann man wirklich hochwertige Weine, die man auch beim Fachhandel vor Ort findet, im Internet günstiger einkaufen?
Um dies herauszufinden kam mir eine Werbe-E-Mail gerade Recht. Darin bewarb der Weinhändler Ronald Schulz, der unter dem schönen Namen "Ronaldi" zwei Feinkostgeschäfte in Hamburg, aber auch einen Webshop im Internet (www.ronaldi.de) betreibt, seine "18er Aktion".

"18er Aktion", darunter versteht Ronaldi die versandkostenfreie Lieferung von 18 Flaschen Wein (oder einem Vielfachen) zum Sonderpreis. Die Angebote der Märzaktion hinterfragte ich etwas näher - natürlich unter Zuhilfename des Internet:

Beispiel 1:
Ramitello 2001, Di Majo Norante, Molise
Sowohl im Weinfahnder von Wein-Plus, als auch über Google findet man den Wein des Jahrgangs 2001 zu Preisen von 7,70 bis 9,60 EUR. Der Aktionspreis von Ronaldi lag um mehr als 15% unter dem günstigsten Anbieter. Bei manchen Anbietern zahlt man 3 EUR mehr für den gleichen Wein - was bei einem Wein dieser Preisklasse schon ein enormer Unterschied ist.

Beispiel 2:
Nero D´Avola 2003 von Morgante - ein Wein, den ich schon von einem Fachhändler vor Ort kenne und schätze. Der Wein ist im Gambero Rosso 2005 mit 2 roten Gläsern ausgezeichnet. Der Weingourmet schrieb in der Ausgabe 02/2004: "Ein toller Wein, unlaublich für diesen Preis". Und der Preis bewegt sich bei den deutschen Internetanbietern je Flasche zwischen 8,37 und 8,95 EUR, jeweils zzgl. Versandkosten. Doch selbst dem günstigsten Preis unterbot Ronaldi um mehr als 20%.

Beispiel 3:
Poliziano, Vino Nobile de Montepulciano, 2001
Der Wein hätte angeblich einen "Listenpreis von 25,47 teilte mir die Webseite eines Internetanbieters mit, der den Wein für "nur" 19,10 EUR verkauft. Über Google fand ich den Wein bei einem Anbieter für 16,49 EUR, bei einem anderen Anbieter für 14,- EUR.
Und was machte Ronaldi - er war auch hier wieder fast 2 EUR unter den günstigsten Angeboten.

Meine Testbestellung umfasste insgesamt 18 Flaschen unterschiedlicher Weine. Der Bestellvorgang über die Ronaldi-Aktionsseite funktionierte einfach und umproblematisch. Die Bezahlung erfolgt per Lastschriftauftrag. Die Lieferung kam gut verpackt, komplett und schnell wenige Tage nach Bestellung per Paketdienst an.

Alles bestens - und was bleibt ist die Verwunderung: Wie kann ein Händler identische Weine so viel günstiger anbieten als andere Anbieter?

Wer nicht nur Freude an guten Weinen, sondern auch am günstigen Einkauf hat, dem kann ich diesen Anbieter nur empfehlen.

Ralph Lindner
Kann man beim Weinkauf im Internet sparen? | Anmelden bzw. neues Benutzerkonto einrichten | 2 Kommentare
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Re: Kann man beim Weinkauf im Internet sparen?

(Bewertung: 1)
von Holger am 23.03.2005, 14:41 Uhr
(Benutzerinformation  | Nachricht senden http://www.langenstroeer-elektro.de)
Hallo Ralph, da haben wir unterschiedliche Erfahrungen.
Meine Erfahrungen mit dem Online-Weinhandel, im Vergleich mit dem Laden-Weinhandel, sind so:
A. Da ist kein Unterschied. Unter den Internetanbietern gibt es genau solche „Discounter“ wie im Einzelhandel, vermutlich aber mehr. Der Gedanke über das Internet zu verkaufen beinhaltet wohl schon die Absicht „massenhaft“ zu verkaufen.
Beim Internetanbieter fällt die Verkostung und auch die gute Beratung wohl meistens aus. Bei „Karstadt-online“ habe ich einmal, als Empfehlung für die richtige Trinktemperatur den Hinweis: „Zimmertemperatur“, gelesen. Das spricht wohl für sich selbst. Zusätzlich kommen auch noch Frachtkosten zu den Flaschenpreisen, deren Höhe ich auch nicht immer nachvollziehen konnte. Verglichen mit Ladenpreisen habe ich oft den Eindruck das Internetpreise 20 – 30 % teurer sind.

B. Und da ist der einzelne Winzer, am anderen Ende der Skala, der seine Produkte verkaufen möchte. Die Nachteile sind doch ähnlich wenn ich den Wein, den ich bestelle und den Winzer bei dem ich bestelle, nicht kenne. Ein Vorteil ist, möglicherweise die bessere Qualität. Sicherlich aber der Erhalt eines alten Gewerbes und einer alten Kultur.
Aber den von dir favorisierten Händler kenne ich nicht und da wird es dann schon so sein wie du es beschrieben hast. Er wird dich ja nicht bevorzugt behandelt haben.
Viele Grüße, Holger

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