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Aphorismen

Der Erfinder der Teflon-Pfanne ist gestorben. Hat mich sehr gewundert. Sein Slogan war doch: "Teflon - nie wieder abkratzen."

-- Harald Schmidt (*1957), deutscher TV-Entertainer und Kabarettist

sonstige aktuelle Meldungen Der Chinarindenbaum in einer historischen Abbildung
Bitter Lemon und Tonic Water sind - gerade an heißen Sommertagen - richtig erfrischend. Auf dem Etikett steht jeweils ein kleiner Hinweis: "chininhaltig". Was ist Chinin überhaupt?

Chinin ist ein bitter schmeckendes, kristallines, weißes Pulver. Es wird aus der Rinde des Chinarindenbaums (Cinchona) gewonnen und zählt zur Gruppe der Alkaloide. Im Lebensmittelbereich kommt Chinin als Geschmacksstoff zum Einsatz. In Deutschland liegt die Höchstmenge für alkoholfreie Erfrischungsgetränke bei 85 mg/kg Chinin, die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt den Grenzwert von nur 75 mg/kg.

Eine wichtigere Rolle spielt das Chinin in der Medizin. Es wird erfolgreich gegen nächtliche Wadenkrämpfe und Malaria eingesetzt.
Für Chinin gilt - wie für so vieles - allein die Dosis macht das Gift. Ein zuviel ist schädlich. Nach einer aktuellen Meldung des Bundesinstituts für Risikobewertung sollen Schwangere auf den Genuss chininhaltiger Getränke verzichten, um das ungeborene Kind nicht gesundheitlich zu beeinträchtigen. Ebenso sollen Patienten, die aufgrund von bestimmten Erkrankungen wie Tinnitus oder Hämolytischer Anämie kein reines Chinin verordnet bekommen dürfen, auch auf den Genuss von chininhaltigen Getränken verzichten. Auch sind Wechselwirkungen zwischen blutverdünnenden Medikamenten und Chinin zu berücksichtigen.

Bedenklich empfinde ich die Informationspolitik des bekanntesten Herstellers chininhaltiger Erfrischungsgetränke über das Gefahrenpotential von Chinin. Schweppes verweist auf die gesetzlich erlaubte Höchstmenge und nennt als einzige Gefahr eine Chininallergie mit der Wahrscheinlichkeit von maximal 4 zu 100000. Für alle anderen Menschen sei Chinin weder gut noch schlecht.

Die Angabe "chininhaltig" ist aber nicht - so wie Schweppes es sieht - wegen einiger weniger Allergiker notwendig (sonst müsste jede Erdbeere ein Warnschild tragen), sondern aufgrund des Gefahrenpotentials von Chinin für verschiedene Verbrauchergruppen wie Schwangere und Blutgerinnungspatienten.

Links zum Thema:
Warnmeldung des Instituts für Risikobewertung
Homepage von Schweppes, Infos zu Chinin findet Ihr in den "FaqShot"
Malariamittel im Bitter Lemon | Anmelden bzw. neues Benutzerkonto einrichten | 1 Kommentar
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Re: Malariamittel im Bitter Lemon

(Bewertung: 1)
von Elke am 23.09.2005, 20:26 Uhr
(Benutzerinformation  | Nachricht senden 
Mitte September 2005 wird gerade die Homepage des Instituts für Risikobewertung im "Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin" überarbeitet. Scheinbar arbeitet deren Web-Agentur nicht vernünftig, jedenfalls sind ALLE bisher erschienenen Warnmeldungen zur Zeit online nicht abrufbar. Meiner Meinung nach kein Beweis für echten Verbraucherschutz...

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