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Aphorismen

Boulettenwettbewerb führt früher oder später zum Burgerkieg.

-- Kuno Klaboschke (*1938)

Co-Cooking-News Wein ist ein interessantes Thema. Egal ob als wohlschmeckender Drink, oder als Begleiter eines guten Essens: Wein passt (fast) immer!

Um so spannende Fragen wie z.B. "Welchen Wein zur Forelle "Müllerin"?" beantworten zu können, ist es hilfreich, wenn man ein bißchen was über Wein weiß.

Einen zugegebenermaßen sicher lückenhaften Einstieg wollen wir mit dieser Serie anbieten, in der wir den wichtigsten Weinsorten jeweils einen eigenen Beitrag widmen.

Trockene Fakten



Wein wird aus Reben gewonnen. Genauer gesagt aus einer Pflanzengattung die sich botanisch Vitis Vinifera ssp. vinifera nennt.

Es handelt sich dabei um eine Rankpflanze, die durch aufwändige, "Reberziehung" genannte Tätigkeiten zu dem geformt wird bzw. wurde, was wir heute als Rebanlagen bewundern können.

Wildreben gibt es in Mitteleuropa seit Jahrmillionen, allerdings hatten diese Wildreben mit den heutigen Kulturpflanzen recht wenig gemein. Ausser, daß alle Kulturreben irgendwie aus den Wildreben entstanden sind. Sei es durch Mutation, sei es durch Bemühen des Menschen.

Genaugenommen ist ja schon die Bezeichnung Weinrebe nicht ganz richtig, wenn wir von Wein reden. Schließlich sind in den allermeisten Fällen zwei Rebsorten beteiligt, wenn wir z.B. eine Weinberg mit Rieslingstöcken sehen. Einmal (oberhalb der Erde) der sogenannte Edelreiser, in unserem Beispiel ein Riesling. Unterhalb der Erde, also Wurzelwerk etc. eine sogenannte Untelagsrebe.

Notwendig ist dieses wegen eines Schädlings, von dem auch jede und jeder schonmal was gehört hat: der Reblaus.
Die Reblaus wurde im 19. Jahrhundert aus Amerika nach Europa eingeschleppt und führte zu einem fast völligen Erliegen des Weinbaus in Europa. Dieser Schädling greift das Wurzelwerk der Weinreben an. Genauer gesagt, zapft die Reblaus die feinen Wurzeln des Weinstockes an. An den Verletzungstellen bilden die europäischen Reben dann Knoten aus um sich vor der Verletzung zu schützen. Die so befallenen Wurzelteile tragen nicht mehr zur Ernährung des Weinstockes bei. Ab einem bestimmten Schädigungsgrad stirbt der Weinstock ab.
Wie sich herausgestellt hat, werden bestimmte Weinreben aus Amerika zwar auch von der Reblaus befallen, sind aber gegen den Befall resistent in dem Sinne, daß sie nicht daran eingehen.
Da sich diese Amerikanerreben allerdings leider nicht zum Weinbau eigneten, mußte ein Weg gefunden werden, die erwünschte Eigenschaft (Reblausresistenz) der amerikanischen Reben mit den Eigenschaften der europäischen Sorten zu kombinieren. Letztlich gelang dies dadurch, daß man auf Wurzelwerk einer amerikanischen Rebe eine europäische Rebsorte aufpropft.Dieses Verfahren wird auch heute noch angewendet.Nach wie vor ist es in den meisten Teilen Europas sogar verboten, sogenannte wurzelechte Rebanlagen anzulegen.
Dies hat mehrere Gründe. Die zwei wichtigsten sind:
Man möchte verhindern, daß die Reblaus in Europa einen intensiveres Schädlingsdruck ausüben kann.
Als zweites soll durch dieses Verbot verhindert werden, daß die wenigen wurzelechten Altanlagen, die es noch gibt, doch noch von der Reblaus befallen werden. Schliesslich benötigt man diese alten, wurzelechten Anlagen als Genpool und für züchterisches Bemühen.

Enorme Vielfalt


Es wird geschätzt, daß es weltweit bis zu 20.000 verschiedene Rebsorten (Varietäten) gibt. Die meisten sind allerdings nicht von Bedeutung für den Weinbau.
Einige Hundert jedoch spielen eine Bedeutung - das ist immernoch eine ganze Menge!

Bei den für den Weinbau relevanten Rebsorten kann man zunächst eine ganz einfache Einteilung vornehmen: Rebsorten mit heller Schale und solche mit dunkler. Wein kann man aus beiden machen, bei den Rebsorten mit roter, oder wie man oft liest "blauer" Schale, ist es überdies möglich, Rotwein zu erzeugen.

Allen zur Weinbereitung geigneten Rebsorten ist gemeinsam, daß das Fruchtfleisch hell ist. Die Farbe für den Rotwein kommt also ausschließlich aus den Schalen der roten Sorten.

Französische Merkwürdigkeiten


Neben den Farbstoffen sind in den Schalen noch weitere wichtige Inhaltsstoffe enthalten. Oft wird in den Medien über das "French Paradoxon" geschrieben: dieses Phänomen beschreibt, daß u.a. Franzosen zwar nach geltender Lehrmeinung ungesünder essen als z.B. Deutsche, auch mehr Alkohol und insbesondere Wein trinken, aber dennoch weniger oft an Herzleiden erkranken.
Dies wird u.a. auf die im Wein enthaltenen Polyphenole zurückgeführt. Diese Substanzen sind nun aber vor allem in den Schalen enthalten. Also: Wein trinken ist auch gesund!

Ausblick


In den nächsten Monaten soll jeden Monat eine Rebsorte vorgestellt werden. Jeweils abwechselnd eine rote und eine weiße Sorte. Im Juli wird der Riesling den Anfang machen.

Was den Wein ausmacht: Die Rebsorten - Teil 1 | Anmelden bzw. neues Benutzerkonto einrichten | 0 Kommentare
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